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Große Projekte in Hausen

Liebe Mitglieder des OV BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Hausen/ Heroldsbach,

liebe Bürger*innen von Hausen und Wimmelbach,

in Hausen geht es Schlag auf Schlag mit großen Projekten.

Letztes Mal haben wir über Rathaus und Mehrzweckhalle berichtet, dieses Mal werden wir Stellung zum neuen Baugebiet „Untere Leithe“ und zum Flächennutzungsplan beziehen.

Die letzte Sitzung des Gemeinderats war sehr gut besucht, was zeigt, dass diese Themen auch sehr erfreuliches und großes Interesse in der Bevölkerung hervorrufen.

In Hausen hat sich der Gemeinderat darauf verständigt, keine weiteren großen Neubaugebiete im Außenbereich auszuweisen. Das freut uns ganz besonders, dass unsere Argumente von vielen anderen geteilt werden und wir Mehrheiten gefunden haben.

Es gibt keine Flächen, in dem eine weitere Entwicklung sinnvoll wäre, entweder Topografie, Wässerwiesen, notwendige landwirtschaftliche Äcker oder Naherholungsgebiete beschränken die Auswahl.

Das heißt aber nicht, dass es keine neuen Möglichkeiten geben wird. Der Ortsteil Lohe soll Richtung Heroldsbach abgerundet werden, so dass sich Lohe 5 besser einfügen kann. Dies war bereits leicht abgeändert im alten Flächennutzungsplan enthalten.

Außerdem bestehen Möglichkeiten der Entwicklung in der Nähe des alten Jugendheims und dem Baugebiet „Untere Leithe“, es rundet unseren Ort im Innenbereich ab.

Wir denken, so ist die Balance gelungen, den jungen Familien weitere Bauplätze anbieten  zu können.

In Wimmelbach sieht es anders aus, hier sehen wir Potential für moderates Wachstum.

Viele Familien suchen Wohnraum und wir können uns hier gut vorstellen jungen Familien mit einem Sozialmodell weiter zu helfen.

Durch den sich im Bau befindlichen neuen Kindergarten Wimmelbach, finden junge Familien problemlos die nötige Infrastruktur, in kurzer Laufdistanz, um ihre Kinder bis zum Grundschuleintritt betreut zu wissen.

Die vorgesehenen Plätze des Ortsteils gehen übrigens aktuell weit über den momentanen Bedarf hinaus.

Was sehr wichtig ist zu wissen:

In unserer Gemeinde sind unbebaute Grundstücke im hohen zweistelligen Bereich vorhanden, die zum Großteil weder verkauft, noch bebaut und vermietet oder selbst bewohnt werden, sondern bleiben brach liegen.

Hausen hat einen Bedarf, der weniger als die Hälfte der vorhandenen 11 ha freien Flächen im Innenbereich, groß ist.

Theoretisch hätten wir mehr als genug Flächen für alle und müssten kein einziges neues Baugebiet ausweisen. Hierzu müssten die alten vorhandenen Bebauungspläne in Hausen geändert und mit einem Bauzwang versehen werden!

Da dies rechtlich möglich, jedoch schwierig ist, muss zum einen ein Dialog mit den Grundstückseigentümern gestartet werden um eine Bebauung zu erreichen, zum anderen sollte die Gemeinde prüfen, welche genauen Voraussetzungen nötig sind, um eine nachträgliche Bebauung zu erwirken.

Uns als Grüne ist es sehr wichtig, Flächen nicht unnötig zu versiegeln, wir wollen einen lebendigen Ortskern und das Innen stärken.

Stark diskutiert wurden darüber hinaus Blühflächen im Landschaftsplan.

Die CSU Fraktion hat sich in der letzten Legislaturperiode darauf verständigt Blühflächen zu schaffen.

Jetzt geht es darum, ob dies ein Wahlkampfgag war oder wirkliches Interesse dahinter steht. Die vorgeschlagenen Flächen fanden keinen Anklang bei den örtlichen Landwirten, wir gehen fest davon aus, dass Bernd Ruppert, der hier ein außerordentliches Engagement zeigt, Alternativen für großzügige Blühflächen finden wird und werden ihn gerne unterstützen.

Hausen, so der Wunsch des Bürgermeister, und dem schließen wir uns voll umfänglich an, soll als Vorreiter für Artenvielfalt Impulse im Landkreis setzen.

Der Klimawandel betrifft uns alle und gerade die Gemeinde muss mit gutem Beispiel voran gehen.

Was sicherlich auch zu Diskussionen führt, ist der Vorschlag zur Verlagerung des Spielplatzes Industriestraße.

In der UWG entstand die Idee, den bisherigen Spielplatz im Innenbereich in Richtung Ortsrand zu versetzen, unterhalb der Industriestraße.

Damit könnte man den Bach, welcher in den Kanal führt, renaturieren.

Diese Idee fand bei uns sehr großen Anklang, da eine dreifache win win Situation.

Es kann sozialer Wohnbau gefördert werden (alter Spielplatz), das Gewässer wird renaturiert und für Kinder ein zeitgemäßer hochwertiger naturnaher Wasserspielplatz geschaffen. `

Leider sieht es so aus, als würde der bisherige Eigentümer der Fläche, welche für den Spielplatzneubau nötig ist, nicht verkaufen. Damit wäre das komplette großartige Gemeinschaftsprojekt fast des gesamten Gemeinderats vom Tisch. Wir hoffen sehr, dass eine Lösung mit dem Eigentümer gefunden wird, z.B. über ein Grundstückstausch.

Das Baugebiet „Untere Leithe“ zeigt, wie sehr sich die Bebauung im Laufe der Jahrzehnte ausgedehnt hat.

So ist eine durchaus als sinnvoll zu bezeichnende Bebauung des Gebietes schwierig, da das Baugebiet sehr nahe am Aussiedlerhof der Familie Singer liegt, was zu potentieller Geruchsbelästigung bei den Einwohnern im Neubaugebiet führt.

Zudem kommt es auch zu Einschränkungen der Bauflächen, um einen Schattenwurf auf die Gewächshäuser der angrenzenden Gärtnerei zu verhindern.

Natürlich möchte man weder Gärtnerei noch Bauernhof schlechter stellen und keinesfalls gefährden.

Jetzt  gibt es neue Gutachten und Planänderungen, in denen angrenzend an Gärtnerei und Bauernhof Stellplätze geplant werden.

Zudem würden die zukünftigen Käufer der Grundstücke auf den Bestandschutz hingewiesen und auch potentielle Erweiterungen (Mobile Hühnerställe am Bauernhof) sind bereits berücksichtigt. Wir sehen daher das Baugebiet „Untere Leithe“ im Innenbereich als einen Mehrwert für Familien an.

Grüne Grüße

Kristina und Matthias

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